Schnarchen verhindern – Ursachen & Hilfe

Schnarchen ist ein weltweit verbreitetes Problem. Ganze 25 Prozent aller Männer und 15 Prozent aller Frauen schnarchen, wobei mit zunehmendem Alter beide Geschlechter vermehrt betroffen sind. Bei vielen Personen hält sich das Ausmaß der Erkrankung in Grenzen, sie schnarchen lediglich wenige Minuten am Stück. Andere sind so laut und ausdauernd, dass durch das Schnarchen nicht nur der Schlaf des Partners beeinträchtigt wird, sondern auch die eigene Gesundheit. Bei einer starker Ausprägung ist der Betroffene unter anderem einem erhöhten Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko ausgesetzt.

Jeder Betroffene sollte versuchen das Schnarchen durch eine geeignete Behandlung der individuellen Ursachen zu verhindern. Bei leichtem, ungefährlichen Schnarchen kann schon ein Hausmittel eine echte Hilfe sein. Bei starker Ausprägung sollte man sich ärztlich beraten lassen, da nicht allzu selten sogar eine Apnoe (Schlafapnoe = Atemaussetzer im Schlaf) diagnostiziert wird. Doch ab wann wird Schnarchen gefährlich? Diese und mehr Fragen möchten wir auf www.schnarchen-beratung.de klären.

Ursachen für Schnarchen

Das für Schnarchen typische Geräusch entsteht durch eine vibrierende Bewegung von Gaumenzäpfchen (Uvula) und Gaumen. Nicht selten ist bei Betroffenen dabei ein verlängertes Gaumenzäpfchen vorzufinden. Durch Ein- und Ausatmen kann es auch vorkommen, dass das Gaumensegel, welches im Schlaf erschlafft, flattert. Es lässt sich festhalten, dass bei allen Ursachen für Schnarchen die Atemwege in irgendeiner Form blockiert sind.

Schnarchen im SchlaafIn Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass die Ursache für Schnarchen in der Zunge liegt. Diese kann im Schlaf in den Bereich des vorderen Rachens zurückfallen und somit eine problemlose Atmung verhindern. In solch einem Fall empfiehlt sich die Benutzung einer Zahnschiene. Zudem spielt die Körperlage eine wichtige Rolle beim Schnarchen. So kommt es häufig vor, dass Betroffene schnarchen während sie auf dem Rücken liegen, nicht aber wenn sie sich in Bauch- oder Seitenlage befinden. Dies liegt daran, dass der Unterkiefer in diesen Positionen besser gestützt wird und so besser durch die Nase geatmet werden kann. Das Schlafen in Seitenlage kann durch spezielle Schnarchkissen gefördert werden.

Die Ursachen von Schnarchen können sehr vielfältig sein, so kann es auch vorkommen, dass Medikamente der Grund für das Leiden sind. Pharmazeutische Produkte, die den menschlichen Körper beruhigen und zur Entspannung verhelfen, können eine der Ursachen dafür sein, dass das Gaumensegel in unnatürlich hohem Maße erschlafft. Dadurch fängt die Person im Schlaf an zu schnarchen. Gleiches gilt für den Alkoholgenuss, welcher den selben Effekt im Körper auslöst.

Zwar existieren noch weitere seltenere Ursachen, doch meist kann die tatsächliche Ursache nicht per Ferndiagnose festgestellt werden. Zwar können viele Risikofaktoren verhindert werden, auf anatomische Abweichungen kann aber nur ein fachkundiger Arzt eingehen. Dessen Hilfe sollten sie auf jeden Fall in Anspruch nehmen, falls sie nicht nur unter leichtem Schnarchen leiden. Ob dies der Fall ist, wird im nächsten Abschnitt erläutert.

Wie gefährlich ist mein Schnarchen?

Die Schwere des eigenen Schnarchen kann man selbst grob einschätzen. Falls der Betroffene im Schlaf gleichmäßig und lediglich leise schnarcht, so sollte dies keinen negativen Effekt auf seine Gesundheit haben. Ein solches habituelles Schnarchen (Fachbegriff für leichtes Schnarchen) ist weitgehend ungefährlich. Nichtsdestotrotz kann dies die Tiefschlafphase negativ beeinflussen und somit die vollständige Regeneration bzw. Erholung verhindern. Wer sich hier Hilfe durch ein geeignetes Hausmittel verschafft, macht nichts falsch. Eine aufwendige Behandlung im Schlaflabor ist in diesem Fall meist nicht notwendig.

Schweres Schnarchen erfordert Behandlung durch Arzt

Gefährlich wird es hingegen, wenn das Schnarchen laut und unregelmäßig ausfällt. Dies kann ein Indiz für eine Schlafapnoe sein, unter der immerhin 4 Prozent der Männer bzw. 2 Prozent der Frauen leiden. Atemaussetzer während dem Schlaf sind ein weiteres Anzeichen für eine solche Apnoe, die es unbedingt zu verhindern gilt. Erfolgt keine Behandlung, so erhöht sich das Risiko an einem Schlaganfall oder an einem Herzinfarkt zu erkranken. Außerdem existieren zahlreiche weitere Risiken für die Gesundheit, die eine Apnoe mit sich bringt.

Wichtig zu wissen: Eine ungefährliche Form des Schnarchen kann sich nach einigen Jahren auch zu einer Schlafapnoe entwickeln. Aus diesem Grund sollte man sein eigenes Schlafverhalten stets im Auge behalten und sich gegebenenfalls Hilfe suchen. Zu welchem Arzt man in einem solchen Fall gehen sollte, wird auf dieser Seite erläutert.

Schnarchen verhindern – Hilfe durch Hausmittel

Die Behandlung von Schnarchen muss nicht zwingend eine Operation, Medikamente oder teure Produkte bedeuten. Das Schnarchen lässt sich in vielen Fällen schon durch die Vermeidung einiger Risikofaktoren verhindern. Im folgenden Abschnitt sind die erfolgsversprechendsten Hausmittel aufgezählt.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ein Zusammenhang zwischen Übergewicht und Schnarchen existiert. Durch das Übergewicht werden die Atemwege verengt, was Schnarchen hervorrufen kann. Eine Gewichtsreduktion auf ein normales Niveau kann dies verhindern.

Im Laufe der Behandlung sollte außerdem auf Alkohol, Beruhigungsmittel und Schlaftabletten verzichtet werden, zumindest ab sechs Stunden vor dem Zubettgehen. Solche Mittel führen zu größerer körperlichen Entspannung beim Schlaf, was das Schnarchen jedoch nur noch verstärkt. Alkohol kann man zwar in Maßen genießen, der völlige Verzicht ist jedoch am besten und verspricht die größte Hilfe.

Außerdem kann eine Veränderung der Schlafposition eine Hilfe dabei sein, das Schnarchen zu verhindern. Die Seitenlage kann als Stütze für den Kiefer dienen, was die nasale Atmung fördert. Zum Zwecke der Umgewöhnung existieren zahlreiche Produkte, wie zum Beispiel das Schnarchkissen. Wem die Kosten zu hoch sind, der kann einen einfachen Tennisball an der Rückseite eines Shirts befestigen. Dieser wird fortan verhindern, dass sich der Träger auf den Rücken drehen kann. Allerdings taugt eine solche Umgewöhnung als Behandlung meist nur bei leichtem Schnarchen, schwere Fälle lassen sich dadurch nicht kurieren.

Eine weitere Hilfe ist die Erhöhung der Kopfposition, indem man mehrere Kissen unter den Kopf legt. In einer nahezu waagerechten Position schwellen die Nasenschleimhäute mancher Personen nämlich geringfügig an. Das kann das Schnarchen unter Umständen begünstigen. Durch eine erhöhte Kopflage lässt sich dies jedoch verhindern.

Käuflich erwerbliche Mittel – Hilfe gegen Schnarchen

Neben den aufgezählten Hausmitteln, welche sich als Hilfe und Behandlung hervorragend eignen, gibt es viele kostenpflichtige Produkte. Mit diesen lasse sich das Schnarchen ganz einfach verhindern, so das Versprechen der Hersteller. Tatsächlich ist die Wirksamkeit meist umstritten und hängt immer auch von den individuellen Ursachen für das Schnarchen des Betroffenen ab. Mittel, die im Zusammenhang mit Schnarchen immer wieder erwähnt werden, sind Zahnschiene, Kinnbinde, Nasenpreizer und Nasenklammer, Nasenpflaster, Schnarchkissen und pharmazeutische Medikamente. Die meisten dieser Produkte dienen als Hilfe gegen leichtes Schnarchen. Bei schweren Formen empfiehlt sich eine CPAP-Beatmung oder, falls von einem fachkundigen Schlafmediziner empfohlen, eine Operation.