Risiko beim Schnarchen

Schnarchen ist ein weit verbreitets Phänomen, wobei es von vielen Betroffenen nicht wirklich ernst genommen wird. Die nächtliche Ruhestörung sollte allerdings nicht unterschätzt werden, denn Schnarchen birgt mehr oder weniger gefährliche Risiken. Zum einen wäre da die erhöhte Tagesmüdigkeit, die nach einer unruhigen Nacht zu einem ernsthaften Risiko wird. Auf dem Weg zur Arbeit kann einem unausgeschlafenem Verkehrsteilnehmer dies zum Verhängnis werden, aber auch im Beruf selbst kann Unaufmerksamkeit negative Folgen nach sich ziehen. Allein für das persönliche Wohlbefinden und die Sicherheit sollte man also schon versuchen Schnarchen zu verhindern und somit Risiken minimieren.

Ab wann wird Schnarchen gefährlich?

Eine leichte Ausprägung gilt unter Medizinern als weitestgehend ungefährlich. Doch was ist leicht und ab wann wird es gefährlich? Falls das Schnarchen relativ gleichmäßig erfolgt und nicht allzu laut ausfällt, so spricht man von einem habituellen Schnarchen. Diese Form ist wenig besorgniserregend, wobei das Leiden mit der Zeit tendenziell schlimmer wird. Von schwerem Schnarchen spricht man, wenn der Betroffene unregelmäßig und laut schnarcht. Sind außerdem noch Atemaussetzer vorhanden, so liegt eine gefährliche Apnoe vor. In diesem Fall sollte umgehend einen fachkundigen Arzt aufgesucht werden, da schweres Schnarchen und Schlafapnoe ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen.

Erhöhtes Schlaganfall-Risiko durch Schnarchen

Starke Schnarcher sind einem erheblichen Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Wie australische Forscher in einer Studie feststellten, sind Betroffene in erhöhtem Maße anfällig für Schlaganfälle. Zusammen mit ihren Kollegen fand die Wissenschaftlerin Sharon Lee heraus, dass 64 Prozent der Probanden, bei denen ein starkes Schnarchen diagnostiziert wurde, unter erheblichen Gefäßverengungen leiden. Dadurch kann eine ausreichende Sauerstoffversorgung des Gehirns nicht mehr garantiert werden, das Risiko für einen Hirninfarkt steigt demzufolge. Auch bei leichten und mittleren Schnarchern stellte man bei jeweils 20 und 32 Prozent eine Verkalkung der Arterien fest, was ebenfalls die Risiken für Folgeerkrankungen erhöht. Abschließend empfehlen die Forscher, dass Personen, die unter starkem Schnarchen leiden, “alle Risikofaktoren für einen Hirninfarkt” kontrollieren lassen.